Elektromotoren finden sich in unserer heutigen Zeit für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete und in vielen verschiedenen Ausführungen und Funktionsweisen. In vereinfachten Worten ausgedrückt ist ein Elektromotor ein Wandler, welcher elektrische Energie in mechanische Energie umwandelt. Hierbei wird mithilfe der Kraft, welche von einem Magnetfeld auf eine Spule und deren stromdurchflossene Leiter ausgeübt wird, eine mechanische Drehbewegung erzeugt. Diese rotierenden Bewegungen können, je nach Verwendung des Elektromotors, für den Antrieb von Arbeitsmaschinen, wie beispielsweise elektrische Rasenmäher, elektrische Heckenscheren, elektrische Motorsägen etc. eingesetzt werden. Auch Transportmittel, wie Elektroautos oder Eisenbahnen können mithilfe der von einem Elektromotor erzeugten Bewegung angetrieben werden.

Die Entwicklung des Elektromotors begann bereits im Jahre 1819 mit der Entdeckung des Elektromagnetismus durch den dänischen Physiker Hans Christian Orsted. Die Weiterführung dieser Entdeckung bis zum ersten Prototyp eines frühen Elektromotors vollzog sich in nur wenigen Jahren. 1822 baute Peter Barlow das nach ihm benannte Barlowrad und nur zehn Jahre später wurde der erste Elektromotor-Vorläufer durch den britischen Wissenschaftler William Sturgeon entwickelt.

Im Jahre 1834 baute der Deutsche Hermann Jakobi den ersten praxistauglichen Elektromotor in Form eines Gleichstrom-Elektromotors, mit welchem er 1938 erstmals ein kleines Boot antrieb. Dies gilt heute als der erste Praxistest eines Elektromotors. Der letztendliche Durchbruch des Elektromotors wurde im Jahre 1866 von Werner von Siemens durch sein Patent der Dynamomaschine, welche erstmals in größerem Umfang elektrische Energie erzeugte, erreicht. Seither ist der Elektromotor sowohl im privaten, als auch im professionellen und industriellen Bereich unentbehrlich und nicht mehr wegzudenken.

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